Archiv der Kategorie: Pressemitteilungen

Offener Brief an die Gemeinde Euerbach

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Arnold,

mit großer Freude konnte ich der letzten Ausgabe von
„Euerbacher Nachrichten“  vom 16. März 2018 entnehmen,
dass mein Antrag vom 02. März auf Schaffung zweier barrierefreier Bushaltestellen im OT Euerbach, bereits am 20. März im Gemeinderat behandelt wird.

Wie Sie sich denken können würde ich sehr gerne der Entscheidung der Gemeinderates bei wohnen.

Barriere Sitzungssaal
Barriere zum Sitzungssaal von Euerbach


Doch leider ist dies mir als Rollstuhlfahrer nicht möglich, da wie bekannt
3 Stufen zum Sitzungssaal es mir nicht ermöglichen der Veranstaltung beizuwohnen.

Bürgermeister Arnold - Gemeinde Euerbach (Quelle: www.euerbach.de)
Bürgermeister Arnold – Gemeinde Euerbach (Quelle: www.euerbach.de)

Seit nunmehr fast 5 Jahren kämpfe ich unter ihrer Regentschaft vergebens um einen barrierefreien Zugang gemäß der
UN-Behindertenrechtskonvention.

Kontakt:
 über Telefon 09726/9155-23
 über Fax        09726/9155-523
 oder per E-Mail: arnold@euerbach.de

 

Wie Ihnen von einem der größten und ältesten Sozialverbände Deutschlands, dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.  und weiteren externen Medien bereits schriftlich bestätigt wurde, stellt Ihr Verhalten eine ganz klare Diskriminierung von Menschen mit Behinderung dar.
Selbst die Intervention aus dem Bayerischen Ministerium für Arbeits und Soziales, Familie und Integration, durch deren
Staatssekretär Herrn Hintersberger
um nochmalige, „wohlwollende Prüfung der Anträge vom 24.09.2014 und 20.07.2017“ wurden von Ihnen ignoriert.

Stellt sich nun die große Frage wie lang Sie diesen für die
Gemeinde Euerbach außerordentlich peinlichen Zustand noch weiter führen möchten?

Mit barrierefreien Grüßen

Norbert Sandmann
Von-Steinau-Str.8
97502 Euerbach

Phone: +49(0)9726 90 68 926
Fax    : +49(0)9726 90 70 830

Mail   : norbert@sandmann-hn.de
WEB : http://handicap-na-und.de
http://euerbach-quer.de
Ansprechpartner für Fragen zur
Behinderung und Barrierefreiheit

Logo von handicap-na-und.de

Bundesverband

Fachteam Barrierefreies Bauen
http://www.barrierefreifueralle.de

Vorstandsmitglied im Beirat der Stadt Schweinfurt für Menschen mit Behinderung.
http://schweinfurt.de/behindertenbeirat

Vertane Chance bei Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Vertane Chance bei Vertrauen und Glaubwürdigkeit


Wieder einmal haben die Gemeindevertreter von Euerbach eine Chance verpasst, einen Teil ihrer Glaubwürdigkeit zurück zu erlangen.

Am 20.09.2016 wurde in der Gemeinderatssitzung eine Bürgerantrag einstimmig abgelehnt.

Um die Gerüchte über die Nutzung des neuen  Gewerbegebietes südlich der B 303 zu klären, wurden die Gemeindevertreter gebeten hier Klarheit zu schaffen.

Der Antrag befasste sich mit den Gerüchten um eine Großtankstelle im neuen Gewerbegebiet.
Es wurde im Antrag darauf hingewiesen, dass es nicht um die Investoren, sondern nur um die Art des Gewerbes ginge.
Somit wäre auch der Datenschutz bestehen geblieben.

Was bei besagter Ratssitzung nachdenklich macht, ist die Tatsache, dass laut Pressebericht, nur ein Ratsmitglied nämlich Bernd Schraut sich für eine Veröffentlichung eingesetzt hat. Trotzdem wurde der Antrag einstimmig abgelehnt.
Entweder dafür oder dagegen, aber bitte nicht hü und hott.

Vertrauensverlust in der Bevölkerung

Einen erheblichen Vertrauensverlust erzeugte bereits die Debatte rund um die Verlegung der B 303. Außer einem großen Berg an Fragen und Unwahrheiten blieb nichts übrig.
Da änderten auch die knapp 600 Unterschriften für die Verlegung nichts.
Immerhin handelt sich hier um 25 Prozent der Wahlberechtigten.

Ebenso verspielten die Räte ihr Vertrauen mit dem peinliche Umgang zum Thema Barrierefreiheit. Auch die diesbezüglichen beleidigenden und behinderten feindlichen Äußerungen seitens einiger Ratsmitglieder trugen ihren Teil bei.

Um das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit wieder zu gewinnen, sollte im Gemeinderat schnellstens ein anderer Wind wehen.

• Eine Politik die den Bürger in ihren Mittelpunkt stellt.

• Eine Politik, welche sich am Wohl der Bürger orientiert.

• Eine Politik die sich weniger an den Wünschen der Verwaltung   und Herrn Arnold orientiert.

 

Verpatzte Dorferneuerung in Obbach

In den Jahren 2015 und 2016 wurde sehr viel Geld für die durchaus notwendige Dorferneuerung von Obbach (Gemeinde Euerbach) in die Hand genommen. Man versuchte den Ort attraktiver zu gestalten, was auch zum Teil gelang.



Leider wurden hierbei allerdings die Anforderungen für eine Barrierefreiheit wieder einmal falsch interpretiert.

Die Gehwege entlang der Sulzthaler Straße / Schweinfurter Straße haben es nämlich in sich.

Obwohl bereits im Jahr 2014 mehrmals im Gespräch mit Bürgermeister Arthur Arnold und dem Seniorenbeauftragten Gerhard Müller angesprochene Thema Gehwege für Rollstuhlfahrer, Benutzer von Rollatoren und Menschen mit anderen Mobilitätseinschränkungen wurden hier die gleichen Fehler wie in der Nachbargemeinde Niederwerrn gemacht und noch schlimmer, es wurden an zahlreichen Einmündungen entlang  der Sulzthaler-, Schweinfurterstr. keine Gehwegabsenkungen verbaut,

Keine Absenkung für Rollstuhlfahrer Euerbach OT Obbach, Sulzthaler- / Greßthaler- / Schweinfurterstraße
Keine Absenkung für Rollstuhlfahrer Euerbach OT Obbach, Sulzthaler- / Greßthaler- / Schweinfurterstraße

 

Euerbach OT Obbach für Rollstuhlfahrer unüberwindliche Barriere
Euerbach OT Obbach für Rollstuhlfahrer unüberwindliche Barriere

Ein Befahren dieser Bereiche für Rollstuhlfahrer auf der Fahrbahn ist somit unausweichlich.

Vom Seniorenbeauftragten Müller wurde zwar auf die Ausführung in Bezug auf Rutschhemmung, Kantenmaße usw. großer Wert gelegt, doch hat man, offensichtlich um Steine zu sparen einen Abstand zwischen den Pflastern von 1 cm gewählt.

Neue Barriere dank zu großem Abstand
Neue Barriere dank zu großem Abstand
Euerbach OT Obbach Pflasterverlegung: Hindernis für Rollstuhlfahrer und Rollatoren
Euerbach OT Obbach Pflasterverlegung: Hindernis für Rollstuhlfahrer und Rollatoren

Wodurch sich die erhoffte Barrierefreiheit wieder relativiert. Der von Fachleuten empfohlener Abstand betragt 0,0 cm bis 0,5 cm um zum einen die Erschütterungen zu minimieren und zum Anderen um Auswaschungen die Zwangsläufig bei größeren Fugenmaßen im Laufe der Zeit entstehen zu vermeiden. Zum Weiteren werden für barrierefreie Wege generell Platten mit den Maßen 25 x 25 cm empfohlen.

Beispiel gelungener Integration von barrierefreien Wegen. Gesehen in Schweinfurt-Altstadt Am Schrotturm
Beispiel gelungener Integration von barrierefreien Wegen. Gesehen in Schweinfurt-Altstadt Am Schrotturm
Pflasterverlegung nach barrierefreiem Standard
Pflasterverlegung nach barrierefreiem Standard

In Obbach wurde zwar eine barrierefreie Bushaltestelle eingerichtet mit den entsprechenden Bodenindikatoren für sehbehinderte Mitbürger.

Bushaltestelle nicht für alle erreichbar! 12% statt 6 %
Bushaltestelle nicht für alle erreichbar! 12% statt 6 %

Doch wie kommt ein schwacher Rollstuhlfahrer die 12 % ige Steigung zu der Bushaltestelle hoch? Für das Prädikat Barrierefrei dürfte diese nicht mehr als 6 Prozent betragen. Nun kann man sagen geht nicht anders nur dass das den Betroffenen nicht weiter hilft. Auch hier hätten sich die Verantwortlichen ein paar Gedanken mehr machen müssen z. B. die Haltestelle an einem anderen Platz einrichten.

Hätten sich die Gemeindeentscheider einmal nach Niederwerrn in den Ortsteil Oberwerrn begeben und sich dort mit den Betroffenen zu unterhalten, hätten sie sehr schnell gemerkt, dass sehr viele Menschen mit Gehbehinderung ( Rollator, Rollstuhl) die Fahrbahn als Gehweg benutzen, da die Erschütterungen durch den großen Abstand der identischen Steine wie in Obbach zu sehr ihr Fortkommen behindern. Des weiteren hätten sie feststellen können, das ein Winterdienst, durch die Größe der Fugen nur schwerlich umzusetzen ist und es in Folge, in der glatten Jahreszeit immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt. Hier werden die Anlieger in Zukunft ihre wahre Freude haben.

Der einzige Unterschied zwischen den Gemeinden Oberwerrn und Obbach ist der, dass es sich in Oberwerrn um keine Durchgangsstraße handelt und die Bürger die Fahrbahn relativ ungefährdet benutzen können.

Dagegen handelt es sich in Obbach um eine Durchgangsstraße mit vielen Kurven,

Euerbach OT Obbach enge Ortsdurchfahrt neben neuem erschütterungsbehafteten Gehweg
Euerbach OT Obbach enge Ortsdurchfahrt neben neuem erschütterungsbehafteten Gehweg
Euerbach OT Obbach, Kurvenreich mit Holperpflaster
Euerbach OT Obbach, Kurvenreich mit Holperpflaster

was eine Benutzung der Fahrbahn an sich schon ausschließt. Es sei den man hält es so wie die Euerbacher stellv. Seniorenbeauftragte (Behindertenbeauftragte) Frau Verena Gerstner, die allen Ernstes in der Gesprächsrunde am 04.12.2014 im Rathaus mir gegenüber verlautbarte, es sei doch gut wenn ich mit meinem Rollstuhl die Fahrbahn der Euerbacher Hauptstraße benutzen müsste, denn dann müssten auch die Autos langsam durch den Ort fahren. Genau hier hat sich Frau Gerstner als Vertreterin der Senioren und Behinderten selbst disqualifiziert

Würden unsere Vertreter der Gemeinde Euerbach den Leitfaden der Bayrischen Staatsregierung „Die barrierefreie Gemeinde“

Bayerischer Leitfaden: Die barrierefreie Gemeinde
Bayerischer Leitfaden: Die barrierefreie Gemeinde

einmal ansehen so würden sie u. a. auf folgende Definition (s. 8) der Barrierefreiheit stoßen:

Barrierefreiheit ist keine Sondermaßnahme für Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit schafft Lebensqualität für Alle.

  • in der allgemein üblichen Weise,
  • ohne besondere Erschwernis und
  • grundsätzlich ohne fremde Hilfe
  • zugänglich und nutzbar sind.“ (Art. 4 BayBGG)

Schon heute sind etwa 10% der Bevölkerung zwingend auf Barrierefreiheit angewiesen. Angesichts der demografischen Entwicklung wird der Anteil in den nächsten Jahren noch deutlich ansteigen. (Quelle: Die barrierefreie Gemeinde S. 8)

Ferner könnten Sie sehen, das der von mir bereits 2014 erstellte und von den Räten bekämpfte Barriereatlas eine von vielen Voraussetzungen für eine bürgerfreundliche Zukunft der Gemeinde ist.

Die Schaffung von Barrierefreiheit ist auch eine Investition in die Zukunft der Städte und Gemeinden: Um möglichst eigenständig leben zu können, sind ältere Menschen mit Einschränkungen nicht nur auf geeignete Rahmenbedingungen in der eigenen Wohnung angewiesen. Von besonderer Bedeutung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter sind vor allem die Erreichbarkeit und Nutzbarkeit von Versorgungsangeboten und Dienstleistungen . Aktuelle Bevölkerungsvorausberechnungen gehen bis 2032 von einem Zunahme der über 75-Jährigen um mehr als 40% im Vergleich zu 2012 aus. (Quelle: Die barrierefreie Gemeinde S. 9)

Im Resümee ist festzustellen, dass hier wieder für sehr viel Geld neue Barrieren geschaffen wurden und die Gemeindevertreter viel Zeit und Engagement in die Verhinderung einer bürgerfreundlichen und zukunftsweisenden Ortschaft investieren. Auf der einen Seite legt der Gemeinderat wert darauf nach außen als Behindertenfreundlich da zu stehen und nimmt dies auch noch in in seine Agenda auf und auf der anderen Seite wird genau entgegen gesetzt gehandelt.
Liebe Rätinen und Räte wo bleibt hier ihre Glaubwürdigkeit?

Die beiden Vertreter der Behinderten und Senioren Müller und Gerstner täten gut daran, um weiteren Schaden von der Gemeinde fern zuhalten und den Weg für eine lebenswerte Zukunft zu ebnen, wenn sie ihre entsprechenden Ämter niederlegen würden.

Eine Überprüfung der Causa Euerbach, durch den zuständigen Sozialverband steht noch aus.

Weitere Reaktionen auf dem Nachrichtenportal

gez:
Norbert Sandmann
Ansprechpartner zu Fragen zur Behinderung und Barrierefreiheit
Behindertenberater des BRK
Vorstandsmitglied Selbsthilfe Körperbehinderter Schweinfurt e. V. im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V.Behindertenportal http://handicap-na-und.de

Lebensqualität steht hinten an

Wie viel ist den Gemeindevertretern die Lebensqualität der Bürger wert?



Pressemeldung zum Artikel in der Mainpost vom 06.05.2016 Bürger sollen über B 303 entscheiden

Bürgermeister Arnold muss sich schon fragen lassen warum wieder einmal Beschlüsse in nichtöffentlicher Sitzung gefasst werden. Wenn er behauptet, dass bis zur Abgabefrist für die Stellungnahme am 2. Mai keine öffentliche Sitzung mehr anberaumt war, dann sollte er dies einmal näher erklären, wenn bereits am 16. März in dieser Zeitung die neuen Pläne für die Umgehung veröffentlicht wurden und am 5. April eine öffentliche Sitzung statt fand.

Arnold spricht von den überwiegenden Nachteilen, welche meint er damit und können diese dann höher bewertet werden als das Wohl der Bürger von Euerbach und Sömmersdorf? Jetzt haben wir endlich eine reelle Chance auf eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität in den Orten und was machen unsere Gemeindevertreter? Sie sperren sich gegen eine Verbesserung der Lebensqualität und beharren weiterhin auf ein neues zusätzliches Gewerbegebiet in immensen Ausmaß welches außer ein paar €uros und eine Verschlechterung der Wohnqualität für angrenzende Wohnsiedlungen nichts bringt.

Euerbacher Gewerbegebiete in unmittelbarer Nähe zu 2 Wohngebieten
Euerbacher Gewerbegebiete in unmittelbarer Nähe zu 2 Wohngebieten Unten das neue geplante Gewerbegebiet südl. der B 303

Wenn die Rätinen Ratisch und Jakob bei dem Bau der Umgehung das Argument enormer Landverbrauch und einem landschaftlichen Einschnitt ohnegleichen anführen, müssen sich die Einwohner Euerbachs schon fragen wie diese Aussage mit dem Landverbrauch des geplanten Gewerbegebietes südlich der B 303 zu vereinbaren ist.

Arnold spricht von Gemeinsamkeiten der drei Gemeinden, welche über Jahre aufgebaut wurden. Dies ist eine Wunschvorstellung und widerspricht den Tatsachen, wenn sich die Obbacher Räte sogleich mit dem Argument „dass eine B 303-Verlegung Landschaft und Gemeinde Euerbach durchtrenne“, gegen die Verlegung der Umgehung wehren. Eine Verlegung würde bedeuten, dass einige Anwohner u. a. Gemeinderrat Müller etwas mehr Lärm abbekommen würden. Da ist es doch besser, wenn die Euerbacher und Sömmersdorfer Bürger weiterhin mit der Verkehrsbelastung klar kommen müssen.

Bürger sollen über B 303 entscheiden, warum lassen die Räte uns Bürger nicht über das zusätzliche Gewerbegebiet südlich der B 303 entscheiden, anstatt alles Relevante in nicht öffentlichen Sitzungen zu besprechen und die Anwohner vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Wann zieht endlich im Euerbacher Rathaus eine Politik für den Menschen, mit einer Verbesserung der Lebensqualität ein?

 

gez:

Norbert Sandmann

Euerbach und der Image Film

Euerbacher Image Film



– nur eine Seite der Medaille –

Euerbach stellte vor kurzem seinen Euerbacher Image-Film der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Mit Hilfe des Filmes sollen vor allem Junge Familien zum Zuzug animiert werden.
Euerbach wird als liebenswerte und lebenswerte Gemeinde mit vorzüglicher Infrastruktur dargestellt.

Doch hat Euerbach auch eine andere Seite.

image film
ohne Worte

Für Alte, insbesondere Mobilitätseingeschränkte mit Rollator und Behinderte mit Rollstuhl zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Von der im Film propagierten ärztlichen Versorgung sind Rollstuhlfahrer ausgeschlossen, da keine Praxis nach UN-Standard barrierefrei erreichbar ist. Die Erreichbarkeit von Apotheke, Rathaus, usw. rund um den Rathausplatz ist durch grobes Granitpflaster

nur erschwert möglich.

Ebenso sieht es entlang der Hauptstraße aus,

auch hier ist durch den gleichen Belag bedingt eine Nutzung für diese Bevölkerungsgruppe nur sehr erschwert bis überhaupt nicht möglich.

Sehenswürdigkeiten, wie die im Film angeführte Friedensweg

ist nur für Menschen ohne Einschränkung der Mobilität möglich.

Selbst für Familien mit Kinderwägen sind Teile davon unerreichbar.

Ebenfalls ist der gezeigte Grenzsteingarten aufgrund fehlender geeigneter Zugänge für

Alte und Behinderte nicht erreichbar.

Beim Anlegen des Wanderweges „Kulturachter“

wurden die Infotafeln fast ausschließlich in die Wiesen gesetzt, so das bestimmte Bevölkerungsgruppen von den Informationen ausgeschlossen werden.

Selbst bei dem im Film gezeigten St. Christophorus Kindergarten dürfte es ausgesprochen Schwierig sein ein gehbehindertes Kind unterzubringen

Wen die unmittelbare Nähe des Euerbacher Gewerbegebietes mit Industriecharakter zu 2 Wohngebieten

(ein 2. Gewerbegebiet ist geplant) nicht stört ist hier herzlich willkommen.

Sicherlich wurde im Jahr 2015 nach öffentlichem Druck über verschiedene Medien ein am Gesamthaushalt orientierter kleiner Betrag in die Hand genommen um die schlimmsten Schäden an Gehwegen zu beseitigen und eine Straßeneinmündung mit Gehwegabsenkungen aus zustatten. Bleiben trotz allem noch viele Wege

für Behinderte nur schwer bis überhaupt nicht befahrbar.

 

Mit einer Verbesserung der örtlichen Situation ist in absehbarer Zeit leider nicht zu rechnen, da die Verantwortlichen im Rathaus jegliche Hilfe und Gespräche ablehnen. Es scheint der Eindruck, dass sich der Aufwand für vermeintlich einige Wenige nicht lohnt.

Offensichtlich sind sich die Euerbacher Gemeindevertreter nicht im Klaren, das zur Attraktivität eines Ortes auch die entsprechende barrierefrei Infrastruktur gehört, zumal die Bevölkerung auf Grund des demographischen Wandels immer älter wird.

Denn auch die Familien, die sich jetzt in Euerbach niederlassen, werden Älter und wollen im Alter oder im Krankheitsfall hier wohnen bleiben.

 

Weitere Info’s finden Sie unter: Barriereatlas für den Ortsteil Euerbach

gez:

Norbert Sandmann

Gespräche mit dem Seniorenbeauftragten Gerhard Müller

Gespräche mit Gemeindervertretern

 

 
Am Donnerstag, dem 04.12.2014 fanden auf Einladung der Gemeinde im Rathaus von Euerbach, Gespräche mit uns statt.

Der Verlauf erwies sich als konstruktiv und ausbaubar.
Von Seiten der Gemeindevertreter wurden verschiedene Zusagen zu Beseitigung von Hindernissen gemacht.

Auf Wunsch von Bürgermeister Arthur Arnold und dem Seniorenbeauftragten Herrn Gerhard Müller wurden die Daten des von uns verfassten Barriereatlas an die Gemeinde übergeben.

Im Nachlauf der Gespräche machte die SÖB-Euerbach weiter Zugeständnisse, wie Angebot einer Infoveranstaltung, die Möglichkeit der Stellungnahme auf dem Internetauftritt der SÖB und weiter Zusagen.

Wir von der SÖB-Euerbach freuen uns auf die Fortführung der Gespräche.

Nachtrag vom 04.05.2015:
Leider hat sich der positive Eindruck der Gespräche nicht bestätigt! Auf das schriftliche Angebot mit u.a. Infoveranstalltungen und Beratung für den Gemeinderat wurde bis heute nicht beantwortet. Auch Zusagen seitens des Seniorenbeauftragen Gerhard Müller wurden nicht annähernd eingehalten.
Insgesamt zeigt die Gemeindeführung nicht das geringste Interesse an einer Zusammenarbeit und der Verbesserung der Situation.

Häckselplatz: Bürgerfreundlichkeit sieht anders aus!

Bürgerfreundlichkeit

 

 
Liebe Gemeindeverwaltung, lieber Herr Bürgermeister Arnold, Bürgerfreundlichkeit sieht anders aus!

Wie wir heute feststellen mussten, dürfen keine Gartenabfälle mehr auf dem Euerbacher Häckselplatz angeliefert werden. Es wird nur noch Holzschnitt angenommen.

Einst als es um die Einrichtung des ersten Euerbacher Häckselplatzes im Gewerbegebiet Oberwerrner Weg ging, begründete dies damals Bürgermeister Arnold auf einer Bürgerversammlung mit den Worten, er wolle damit u. a. dem wilde Ablagern von Gartenabfällen entgegen wirken.
Genau hier besteht jetzt die Gefahr, dass dies wieder passiert.
Ferner hätte die Gemeindeverwaltung die Möglichkeit nutzen können die Bürger über die Änderung zu informieren und dabei auch die Gründe darzulegen. Doch leider ist dies offensichtlich nicht passiert.
Stellt sich hier die Frage, wem der Häckselplatz, der von allen Bürgern finanziert wird, noch nützt?

 

Defibrillator(en) zu völlig überteuerten Kosten?

Defibrillator(en) für Euerbach

 

 
Die Gemeinde beabsichtigt für jeden der drei Ortsteile einen Defibrillator anzuschaffen, was erst einmal positv zu bewerten ist.
Sinn und Zweck dieser Geräte ist es, das sie von jedem Helfer, mit oder ohne Ausbildung eingesetzt werden können.

Der Seniorenbeauftragte Müller geht hier von einem Anschaffungswert von ca. 5000 Euro pro Gerät aus.
lt. Auskunft des Bayrischen Roten Kreuzes, liegt der Anschaffungspreis für ein für Laien voll geeignetem Gerät lediglich bei 800,– bis 1000,– Euro also nur ca. 20 % der Kosten der Geräte die vom Seniorenbeauftragten favorisiert werden. Sprich ein Unterschied in der Gesamtsumme von ca. 12.000 Euro für die es sicherlich sinnvolle Verwendungszwecke im Ort gibt.

Stellt sich nun die Frage ob hier Steuergelder, also Gelder für die jeder einzelne Einwohner Euerbachs aufkommen muss verschwendet werden.

Den Ratsmitgliedern vor allen den Jüngeren sei hier dringend angeraten die bestehenden Angebote zu hinterfragen und gegebenenfalls zu überprüfen wie es zu diesen scheinbar überhöhten Angeboten kommen konnte.

Wie aus dem Artikel der Mainpost vom 01. Mai 2015 zu entnehmen ist wurde von dem Gemeinderat Bernd Schraut der Vorschlag gemacht den/die Defibrillatoren am Feuerwehrauto zu montieren. Als Begründung wurde die Einsatzbereitschaft der Wehr von nur 3 Minuten angegeben.

Zu Bedenken ist, dass diese Geräte für jedermann und zu jeder Zeit erreichbar sein müssen. Dies ist nicht gegeben, wenn das Feuerwehrauto im Feuerwehrhaus steht und auch nicht wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz oder einer Bewegungsfahrt ausgerückt ist.
Liebe Räte dies sollten sie bei der Standortwahl berücksichtigen.

Laut Zeitungsmeldung der Mainpost vom 17.09.2015 wurde der Kauf von den 3 besagten Defibrillator (en) zum Preis von 13 284 Euro beschlossen als weit höher als es für eine ausreichende Versorgung nötig gewesen wäre. Jetzt bleibt nur noch die Frage wie unsere Gemeindevertreter den nicht unerheblichen Mehraufwand rechtfertigen wollen.
Immerhin wurde unser Einwand zum Aufstellungsort berücksichtigt. Die Räte entschlossen sich jetzt die Defibrillator (en) an jederzeit zugängliche Orte zu montieren.

Ruinen, gutes Geschäft für Besitzer von Immobilien!

 

 
In letzter Zeit tut sich die Gemeinde besonders im Aufkauf von Ruinen hervor.

Es ist zwar richtig, das so manche Gebäude in den Ortsteilen einen Schandfleck darstellen und ein gewisses Interesse mancher Bürger besteht dies zu ändern.
Allerdings bleibt trotz aller guten Absichten unserer Gemeindevertreter eines zu bedenken, es muss immer der Grundsatz gelten „Eigentum verpflichtet“.

Die Besitzer dieser Schrottimmobilien haben zum Einen ein Gebäude welches keinerlei Wert mehr darstellt und zum Andren müssten Sie für einen Abriss eine nicht unerhebliche Summe bezahlen. Nun kommt die Gemeinde ins Spiel, die Besitzer müssen nur lange genug warten, bis der Bürgermeister anklopft und dem Minderwertigen Grundstück wieder einen Wert verschafft.
Das ist dann echter Kapitalismus!

Nur hat die ganze Sache auch einen Haken und zwar nur für den Steuerzahler, also uns allen.
Erst verhelfen wir dem Eigentümer zum Profit und dürfen danach auch für die Abrisskosten aufkommen.
Dieses alles wäre ja auch nicht so schlimm, wenn die Gemeindekasse genug Geld hätte.

Ich denke für diese Gelder wie aktuell für 2 Abrisse eingeplant sind, könnten unsere Vertreter für viele Alte mit Rollator und auch einige Behinderte das Leben im Ort lebenswerter gestalten.

Unsere gewählten Vertreter sollten in Anbetracht des „Demografischen Wandels“ die Prioritäten anders setzen und zwar zum Wohlbefinden der Einwohner.

gez. Norbert Sandmann

Pressemeldung zum Bescheid über die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Arnold

Trotz UN-Behindertenrechtskonvention bleiben Behinderte weiterhin Bittsteller

 

 

Mit Schreiben vom 22.01.15 teilte das Landratsamt Schweinfurt mit, dass keine Verstöße seitens der Gemeinde Euerbach und Herrn Bürgermeister Arthur Arnold zu erkennen sind.
Somit wurde zumindest eine Rechtsklarheit geschaffen.

Ohne die moralische Sicht zu beleuchten, ist allerding sehr auffällig, dass sämtliche von uns benannten Gesetze durch andere Vorschriften ausgehebelt wurden.

Ferner dürfte nach den brandschutztechnischen Vorgaben die im Bescheid angeführt werden, es für die Gemeinde schwierig werden in Zukunft öffentliche Veranstalltungen wie Weihnachtsmarkt usw. im Rathaus abzuhalten. Gerade hier wird der angeführte Rettungsweg durch Verkaufstände und elektrische Verkabelung blockiert!

Auszug aus Bescheid vom 22.01.2015 des Landratsamtes Schweinfurt
Hierzu ist festzustellen, dass der aktuelle Flucht- und Rettungswegeplan die komplette Eingangshalle als notwendigen Treppenraum i. S. d. Art. 33 Abs. 1 Satz 2 BayBO definiert, wonach notwendige Treppenräume so angeordnet und ausgebildet sein müssen, dass die Nutzung der notwendigen Treppen im Brandfall ausreichend lang möglich ist. Gem. § 22 Abs. 1 der Verordnung über die Verhütung von Bränden (WB), deren Vollzug der Gemeinde obliegt, sind Zu- und Ausgänge, Durchfahrten, Durchgänge, Treppenräume und Verkehrswege, die bei einem Brand als erster oder zweiter Rettungsweg vorgesehen sind, freizuhalten. Elektrische Geräte dürfen in notwendigen Treppenräumen nicht betrieben werden (§ 22 Abs. 4 WB).

UN-Behindertenrechtskonvention sollte ursprünglich ein verbrieftes Recht u .a. auf Barrierefreiheit für alle Behinderten schaffen, damit diese nicht mehr als Bittsteller auftreten müssen. Doch leider sieht die Wirklichkeit für die Betroffenen anders aus.

Sie dürfen weiterhin auf die Gutmütigkeit und die Befindlichkeiten der Verantwortlichen hoffen.