Parken im Gewerbegebiet

Parksituation im Gewerbegebiet Oberwerrner Weg in Euerbach

 


 
Leserbrief zum Artikel „Wildes Parken wird nun eingedämmt“ vom 17.06.16 in der Mainpost.

Blick über den Tellerrand

Die Ausgangssituation stellt sich wie folgt dar. Über Jahre hinweg standen viel zu wenig Parkmöglichkeiten für die Arbeitnehmer der örtlichen Gewerbe,- / Industriebetriebe zur Verfügung.
Als Stellplätze wurden die wenigen Möglichkeiten entlang der Straßen im Gewerbegebiet Euerbach, Oberwerrner Weg sowie die Kundenparkplätze von EDEKA und Netto genutzt. Hinzu kam noch das LKW-Dilemma eines örtlichen Industriebetriebs welcher keine eigene Wartezone für LKW’s einrichtetet und stattdessen der öffentliche Verkehrsraum nutzte.
Nun kommt die Gemeinde ins Spiel, durch eine faktische Subvention eines einzigen Betriebs auf Kosten aller Anderen wurde nahezu das gesamte Gewerbegebiet als Wartezone für die Anlieferung des o.g. Industriebetriebs ausgewiesen und somit den Arbeitnehmern die Möglichkeit des Parkens entzogen, so dass letztendlich nur noch die Parkplätze von EDEKA und Netto zur Verfügung standen.

Das hier die Grundstückseigentümer dies nicht mehr hinnehmen konnten steht außer Frage.

Hätten hier unsere Gemeindevertreter über ihren Tellerrand hinaus geschaut, hätten sie bemerken können, dass ihre Maßnahmen nur zu einer Verlagerung und Verschärfung des Problems führen mussten.

Das nun das angrenzende Wohngebiet mit Fahrzeugen überflutet wird ist eine logische Schlussfolgerung. Durch die nun beschlossene Zick-Zack-Zeichnung auf den Fahrbahnen wird nur die Parkplatznot weiter in das Wohngebiet hinein verschoben und bietet nicht wirklich eine Lösung. Zudem wird es für die Anwohner der schmäleren Seitenstraßen noch schwieriger in die eigenen Grundstücke einzufahren.
Zudem ist der Zugang vom Wohngebiet für die Arbeitnehmer des bestehenden Gewerbegebiets über die große Kreuzung nicht ungefährlich, da in diesem Bereich egal ob ortsauswärts oder ortseinwärts sich kaum ein Fahrzeug an die erlaubten 50 km/h hält und sich somit die Arbeitnehmer hier tagtäglich einer Gefahr aussetzten müssen.

Was wollen uns, den Anwohnern unsere Gemeindevertreter noch alles zu muten?
Für ein weiteres 7,5 ha ( 75 000 m²) großes Gewerbegebiet http://www.openstreetmap.org/ in unmittelbarer Nähe zu den Wohnhäusern werden bereits Grundstückskäufe getätigt.

7,5 ha geplantes Gewerbegebiet
7,5 ha geplantes Gewerbegebiet

Hier wird von Seiten der Gemeinderäte immer behauptet, dass man nur Betriebe ansiedeln möchte, welche einem leisen Gewerbe (Bürogebäude) nachkommen. Wenn die Gemeinde Euerbach bereits einen Millionenkredit für die Erschließung aufnimmt, kann sie es sich nicht mehr leisten bei der Auswahl der Firmen wählerisch zu sein.
Mit einer zusätzlichen Belastung der Bevölkerung Euerbachs ist zu rechnen!
Wenn auch Bgm. Arnold mit einem Lärmschutzwall zur Abgrenzung hin zu den Wohnhäusern wirbt um die Emissionen durch Lärm gering zu halten, so ist dies lt. einem Gutachten welches von Herrn Arthur Arnold wie folgt zitiert wurde nur Makulatur und schütze nur die erste Häuserreihe. Bereits ab der gegenüberliegenden Straßenseite der Von-Münster-Str. werden die Anwohner unvermindert mit Lärm belastet werden, so Bgm. Arnold.

Norbert Sandmann
97502 Euerbach

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