Lebensqualität steht hinten an

Wie viel ist den Gemeindevertretern die Lebensqualität der Bürger wert?



Pressemeldung zum Artikel in der Mainpost vom 06.05.2016 Bürger sollen über B 303 entscheiden

Bürgermeister Arnold muss sich schon fragen lassen warum wieder einmal Beschlüsse in nichtöffentlicher Sitzung gefasst werden. Wenn er behauptet, dass bis zur Abgabefrist für die Stellungnahme am 2. Mai keine öffentliche Sitzung mehr anberaumt war, dann sollte er dies einmal näher erklären, wenn bereits am 16. März in dieser Zeitung die neuen Pläne für die Umgehung veröffentlicht wurden und am 5. April eine öffentliche Sitzung statt fand.

Arnold spricht von den überwiegenden Nachteilen, welche meint er damit und können diese dann höher bewertet werden als das Wohl der Bürger von Euerbach und Sömmersdorf? Jetzt haben wir endlich eine reelle Chance auf eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität in den Orten und was machen unsere Gemeindevertreter? Sie sperren sich gegen eine Verbesserung der Lebensqualität und beharren weiterhin auf ein neues zusätzliches Gewerbegebiet in immensen Ausmaß welches außer ein paar €uros und eine Verschlechterung der Wohnqualität für angrenzende Wohnsiedlungen nichts bringt.

Euerbacher Gewerbegebiete in unmittelbarer Nähe zu 2 Wohngebieten
Euerbacher Gewerbegebiete in unmittelbarer Nähe zu 2 Wohngebieten Unten das neue geplante Gewerbegebiet südl. der B 303

Wenn die Rätinen Ratisch und Jakob bei dem Bau der Umgehung das Argument enormer Landverbrauch und einem landschaftlichen Einschnitt ohnegleichen anführen, müssen sich die Einwohner Euerbachs schon fragen wie diese Aussage mit dem Landverbrauch des geplanten Gewerbegebietes südlich der B 303 zu vereinbaren ist.

Arnold spricht von Gemeinsamkeiten der drei Gemeinden, welche über Jahre aufgebaut wurden. Dies ist eine Wunschvorstellung und widerspricht den Tatsachen, wenn sich die Obbacher Räte sogleich mit dem Argument „dass eine B 303-Verlegung Landschaft und Gemeinde Euerbach durchtrenne“, gegen die Verlegung der Umgehung wehren. Eine Verlegung würde bedeuten, dass einige Anwohner u. a. Gemeinderrat Müller etwas mehr Lärm abbekommen würden. Da ist es doch besser, wenn die Euerbacher und Sömmersdorfer Bürger weiterhin mit der Verkehrsbelastung klar kommen müssen.

Bürger sollen über B 303 entscheiden, warum lassen die Räte uns Bürger nicht über das zusätzliche Gewerbegebiet südlich der B 303 entscheiden, anstatt alles Relevante in nicht öffentlichen Sitzungen zu besprechen und die Anwohner vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Wann zieht endlich im Euerbacher Rathaus eine Politik für den Menschen, mit einer Verbesserung der Lebensqualität ein?

 

gez:

Norbert Sandmann

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