Schlagwort-Archive: behindertenbeauftragter

Räte nehmen Bedenken vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter ernst.


Räte nehmen Bedenken vom Sozialverband Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter ernst.

In ihrer jüngsten Sitzung am 5. Februar 2019 folgten die meisten Gemeinderäte der Gemeinde Euerbach den
Bedenken des Sozialverbandes
Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. kurz BSK. 

Rückblick:
Bei der Ratssitzung am 8. Januar 2019 stand auf der Tagesordnung die geplante Erweiterung und der damit verbundenen Barrierefreiheit der örtlichen Schule. Die Räte stimmten einstimmig für eine billigere aber nicht zugelassene Lösung. Anstatt eines vorgeschriebenen Aufzuges stimmten die Gemeinderäte für den Einbau eines Plattformliftes.

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter, vertreten durch Norbert Sandmann, Mitglied im Fachteam Barrierefreies Bauen, nahm sich dem Thema an. Gegenüber Bürgermeister Arnold wurden die Bedenken und die rechtliche Lage schriftlich erörtert.

Arnold reagierte schnell auf die Ausführungen. Bereits bei der nächsten Ratssitzung wurde erneut abgestimmt. Bis auf drei Räte stimmte das Gremium für die Barrierefreiheit. Es wurde für den Einbau eines Aufzuges gestimmt.

Warum ausgerechnet der Senioren,- und Behindertenbeauftragte gegen eine barrierefreie Lösung stimmte bleibt ein Rätsel.

1. Runder Tisch ohne Behindertenbeauftragten aus Euerbach

1. „Runder Tisch“ zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit im Landkreis Schweinfurt



Am 28.04.2016 fand der 1. „Runder Tisch“ zum Thema Inklusion und Barrierefreiheit im Landkreis Schweinfurt im hiesigen Landratsamt statt.
Neben den bestellten Behindertenbeauftragten der Landkreisgemeinden waren auch Vertreter der verschiedensten Behindertenverbände anwesend um über die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention zu beraten.
Nach einer Begrüßung durch den Landrat Herrn Töpper und dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Herrn Bonengel wurden die Vertreter der Behindertenverbände Selbsthilfegruppe „Hörgeschädigte“ durch Frau Weickert,  der Bayrischen Blindenbund vertreten durch Herrn Hennlich, Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. durch Herrn Sandmann , sowie der Offenen Behindertenarbeit (OBA) durch die Herrn Rupp und Stiller begrüßt. Außerdem wurden die Vertreterin der Lebenshilfe Schweinfurt Frau Höller sowie die Leiterin Frau Eberle der Freiwilligenagentur Gemeinsinn vorgestellt.

Eine rege Diskussion schloss sich an, bei der Probleme und Erfolge in den Gemeinden ausführlich besprochen wurden. Einen nicht unerheblichen Teil der Zeit beanspruchte die Diskussion um den desolaten Umgang mit dem Thema in der Gemeinde Euerbach. Das Fehlen der beiden Behindertenbeauftragten der Gemeinde Euerbach trug seinen Teil bei. Es wurden Strategien besprochen um die Barrieren in den Köpfen mancher Entscheidungsträger ab zubauen. Festgestellt wurde ebenfalls, dass ein Behindertenbeauftragter der Gemeinden nicht zwangsläufig mit dem Amt als Gemeinderat verbunden sein muss. Weiter wurde erkannt, dass ein Beauftragter für die Belange der Behinderten idealerweise selbst behindert oder einen direkten Bezug zu Behinderten vorweisen sollte. Wie der Kollege aus der Gemeinde Niederwerrn erläuterte sind nach Zahlen des statistischen Landesamtes 11 % der Bevölkerung schwerbehindert, d. h. mit einem Grad der Behinderung von 50 bis 100. Das Ganze auf die Gemeinde Euerbach umgerechnet sind dies bei einer Einwohnerzahl von 3000 immerhin 330 Menschen für die eine Inklusion bzw. Barrierefreiheit für eine Teilhabe am Leben notwendig ist.
Ferner erläuterte der Kollege Stiller von der offenen Behindertenarbeit der Diakonie, die Notwendigkeit der Schaffung von Barrierefreiheit selbst für einen einzelnen Bürger. In den Gemeinden Gochsheim und Bergrheinfeld wird dies wie die beiden Behindertenbeauftragten Frau Scherpf und Herr Widmaier bezeugten, mit Erfolg getan.

Die Notwendigkeit für regelmäßige Treffen wurden von allen Seiten erkannt und begrüßt.

Leider glänzten wie zu erwarten die beiden eingeladenenBehindertenbeauftragten der Gemeinde Euerbach Frau Gerstner und Herr Müller durch Abwesenheit, was aufzeigt, dass der Allgemeinmediziner Gerhard Müller die für diesen Posten nötige Zeit nur schwerlich aufbringen kann. Über den Grund des fern bleibens von Frau Gerstner kann nur spekuliert werden. Auf alle Fälle zeigt es den Stellenwert von immerhin 11 Prozent der Bevölkerung auf.

gez:
Norbert Sandmann
Ansprechpartner zu Fragen zur Behinderung und Barrierefreiheit
Behindertenberater des BRK
Vorstandsmitglied Selbsthilfe Körperbehinderter Schweinfurt e. V. im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V.

Forderung nach Behindertenbeauftragte (n)

Kein Behindertenbeauftragte (r)?

 

 
Nach der Veröffentlichung des Gemeindeprotokolls der Gemeinderatssitzung vom 13.05.2014 mussten wir leider feststellen, dass kein Behindertenbeauftragte (r) bestimmt wurde. Wir bitten die Gemeinde Euerbach und den Gemeinderat dies nachzuholen.

Begründung:
Um eine Inklusion von uns aktuellen und zukünftigen Behinderten, zu denen Geh-, Seh-, Geistig-, und Hörbehinderte gehören, wirksam umzusetzen bedarf es eines kompetenten Ansprechpartners für die Gemeinde. Mit zunehmenden Alters der Gesamtbevölkerung unserer Gemeinde werden die Aufgaben in diesem Bereich wachsen.
Auch ist dies ein Beitrag um unsere Bewohner langfristig ein angenehmes Wohnen im Ort zu ermöglichen.

gez. Norbert Sandmann

Beschluss

26.06.2014

Gemeinderat lehnt den Antrag ab.
Begründung: Es kümmern sich bereits verschiedene örtliche Einrichtungen um die Thematik.