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Euerbach und der Image Film

Euerbacher Image Film



– nur eine Seite der Medaille –

Euerbach stellte vor kurzem seinen Euerbacher Image-Film der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Mit Hilfe des Filmes sollen vor allem Junge Familien zum Zuzug animiert werden.
Euerbach wird als liebenswerte und lebenswerte Gemeinde mit vorzüglicher Infrastruktur dargestellt.

Doch hat Euerbach auch eine andere Seite.

image film
ohne Worte

Für Alte, insbesondere Mobilitätseingeschränkte mit Rollator und Behinderte mit Rollstuhl zeigt sich ein ganz anderes Bild.

Von der im Film propagierten ärztlichen Versorgung sind Rollstuhlfahrer ausgeschlossen, da keine Praxis nach UN-Standard barrierefrei erreichbar ist. Die Erreichbarkeit von Apotheke, Rathaus, usw. rund um den Rathausplatz ist durch grobes Granitpflaster

nur erschwert möglich.

Ebenso sieht es entlang der Hauptstraße aus,

auch hier ist durch den gleichen Belag bedingt eine Nutzung für diese Bevölkerungsgruppe nur sehr erschwert bis überhaupt nicht möglich.

Sehenswürdigkeiten, wie die im Film angeführte Friedensweg

ist nur für Menschen ohne Einschränkung der Mobilität möglich.

Selbst für Familien mit Kinderwägen sind Teile davon unerreichbar.

Ebenfalls ist der gezeigte Grenzsteingarten aufgrund fehlender geeigneter Zugänge für

Alte und Behinderte nicht erreichbar.

Beim Anlegen des Wanderweges „Kulturachter“

wurden die Infotafeln fast ausschließlich in die Wiesen gesetzt, so das bestimmte Bevölkerungsgruppen von den Informationen ausgeschlossen werden.

Selbst bei dem im Film gezeigten St. Christophorus Kindergarten dürfte es ausgesprochen Schwierig sein ein gehbehindertes Kind unterzubringen

Wen die unmittelbare Nähe des Euerbacher Gewerbegebietes mit Industriecharakter zu 2 Wohngebieten

(ein 2. Gewerbegebiet ist geplant) nicht stört ist hier herzlich willkommen.

Sicherlich wurde im Jahr 2015 nach öffentlichem Druck über verschiedene Medien ein am Gesamthaushalt orientierter kleiner Betrag in die Hand genommen um die schlimmsten Schäden an Gehwegen zu beseitigen und eine Straßeneinmündung mit Gehwegabsenkungen aus zustatten. Bleiben trotz allem noch viele Wege

für Behinderte nur schwer bis überhaupt nicht befahrbar.

 

Mit einer Verbesserung der örtlichen Situation ist in absehbarer Zeit leider nicht zu rechnen, da die Verantwortlichen im Rathaus jegliche Hilfe und Gespräche ablehnen. Es scheint der Eindruck, dass sich der Aufwand für vermeintlich einige Wenige nicht lohnt.

Offensichtlich sind sich die Euerbacher Gemeindevertreter nicht im Klaren, das zur Attraktivität eines Ortes auch die entsprechende barrierefrei Infrastruktur gehört, zumal die Bevölkerung auf Grund des demographischen Wandels immer älter wird.

Denn auch die Familien, die sich jetzt in Euerbach niederlassen, werden Älter und wollen im Alter oder im Krankheitsfall hier wohnen bleiben.

 

Weitere Info’s finden Sie unter: Barriereatlas für den Ortsteil Euerbach

gez:

Norbert Sandmann

Ruinen, gutes Geschäft für Besitzer von Immobilien!

 

 
In letzter Zeit tut sich die Gemeinde besonders im Aufkauf von Ruinen hervor.

Es ist zwar richtig, das so manche Gebäude in den Ortsteilen einen Schandfleck darstellen und ein gewisses Interesse mancher Bürger besteht dies zu ändern.
Allerdings bleibt trotz aller guten Absichten unserer Gemeindevertreter eines zu bedenken, es muss immer der Grundsatz gelten „Eigentum verpflichtet“.

Die Besitzer dieser Schrottimmobilien haben zum Einen ein Gebäude welches keinerlei Wert mehr darstellt und zum Andren müssten Sie für einen Abriss eine nicht unerhebliche Summe bezahlen. Nun kommt die Gemeinde ins Spiel, die Besitzer müssen nur lange genug warten, bis der Bürgermeister anklopft und dem Minderwertigen Grundstück wieder einen Wert verschafft.
Das ist dann echter Kapitalismus!

Nur hat die ganze Sache auch einen Haken und zwar nur für den Steuerzahler, also uns allen.
Erst verhelfen wir dem Eigentümer zum Profit und dürfen danach auch für die Abrisskosten aufkommen.
Dieses alles wäre ja auch nicht so schlimm, wenn die Gemeindekasse genug Geld hätte.

Ich denke für diese Gelder wie aktuell für 2 Abrisse eingeplant sind, könnten unsere Vertreter für viele Alte mit Rollator und auch einige Behinderte das Leben im Ort lebenswerter gestalten.

Unsere gewählten Vertreter sollten in Anbetracht des „Demografischen Wandels“ die Prioritäten anders setzen und zwar zum Wohlbefinden der Einwohner.

gez. Norbert Sandmann

Erklärung zur Dienstaufsichtsbeschwerde vom 02.12.2014

Anlass für die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Arnold war die Manipulation des Antrages vom 24.09.2014 an die Gemeinde, sowie weiter Vorkommnisse.

 

 
Auf Grund aktueller Vorkommnisse im Bereich der Gemeindepolitik wurde heute eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Arnold bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Landratsamt Schweinfurt eingereicht.

Gegenstand der Beschwerde sind:

Verstoß gegen BayBGG (Bayrisches Behindertengleichstellungsgesetz) nach
Art 1: Aufgaben und Ziele
Art 4: Barrierefreiheit
Art 5: Benachteiligung
Art 7: Sicherung der Teilhabe
Art 9: Benachteiligungsverbot
Art 10 (2): Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr
Diskriminierung von Behinderten
Gezielte Meinungsmanipulation zu Lasten Behinderter
Versuch der Einschüchterung
Vorsätzliche Falschinformation des Gemeinderates mit Ziel gewünschte Abstimmungsergebnisse zu erreichen
Antragsmanipulation

Anmerkung:
Eine Gesellschaft definiert sich über den Umgang mit ihren schwächsten Mitgliedern und das sind nun mal Kinder, Alte und Behinderte.

Wir Behinderte wollen keine Almosen und Sonderbehandlungen, wir sind leider gezwungen unsere durch verschiedene Gesetze und Verordnungen verbrieften Rechte einzufordern.

• Wir wollen die gleichen Wege benutzen, wie alle andern Mitbürger.
• Wir wollen keine Straßen benützen müssen.
• Wir wollen durch die gleichen Eingänge gehen / rollen wie die Gesunden.
• Wir wollen nicht als unliebsamer Kostenfaktor gesehen werden, so wie es früher einmal war.
• Wir wollen nicht auf die Hilfe anderer angewiesen sein.
• Wir wollen wie der Rest der Gesellschaft am Leben teilhaben.
• Wir wollen bei der Verhinderung, Beseitigung und Erkennung von Hindernissen beteiligt werden.

Ich bitte um das Landratsamt Schweinfurt um Unterstützung bei der rechtlichen Überprüfung der Sachverhalte und bei der Beseitigung von Barrieren in den Städten und Gemeinden, sowie in machen Köpfen!

Mein Antrag auf barrierefreien Zugang zu den öffentlichen Gemeinderatssitzungen (von einem Fachmann für Verwaltungsrecht und einem Juristen ausgearbeitet) vom 24.09. wurde in der Sitzung vom 25.11. als Antrag auf barrierefreien Zugang zum Sitzungssaal behandelt.
Die Ratsmitglieder entschieden über einen Antrag der so nicht von mir gestellt wurde und eine komplett andere Bedeutung und Ausgangsstellung hat.

Auf Grund der bisherigen Blockadepolitik in Sachen Behinderte, ist davon auszugehen, dass es sich hierbei nicht um ein Versehen handelte. Ferner wurden hier die teuerste und unpraktischste Variante (37.000 €) zur Diskussion gestellt, während über die billigere und idealere (12.000 €) Lösung nicht diskutiert wurde. Auch wurden in diesem Zusammenhang vom Verwaltungsleiter Zahlen und Beträge genannt, die an den Haaren herbei gezogen waren und von vornherein zu einer Ablehnung des Antrages führen mussten. Hier wurden wieder einmal Behinderte als enormer Kostenfaktor deklariert, während die billigste Lösung, eine Verlegung des Sitzungsortes, welches sich aus meinem Originalantrag ergeben hätte, den Haushalt mit 0 € belastet hätte, auf Grund der Antragsmanipulation nicht einmal erwähnt wurde.

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Barriereatlas Euerbach

Barriereatlas Euerbach

 

 
Der Barriereatlas Euerbach listet 103 Barrieren für Behinderte, Eltern mit Kinderwagen insbesondere von Zwillingswagen, Personen mit Rollator, vorübergehend Gehbehinderte und Fußgänger im Allgemeinen.

Euerbacher Barriereatlas
Euerbacher Barrierenübersicht

Maßgeblich für die Bewertung sind das
Bayerisches Behindertengleichstellungsgesetz – BayBGG vom 9. Juli 2003
sowie das
Behindertengleichstellungsgesetz – BGG vom 27.04 2002
die
DIN 18040 – Norm Barrierefreies Bauen
und die
DIN 18024-1 – Straßen, Plätze, Wege

Auszug aus dem Bayerisches Behindertengleichstellungsgesetz – BayBGG
Art. 10
Herstellung von Barrierefreiheit in den Bereichen Bau und Verkehr
Abs. 2
„Sonstige bauliche oder andere Anlagen, öffentliche Wege, Plätze und Straßen sowie öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr sind nach Maßgabe der einschlägigen Rechtsvorschriften barrierefrei zu gestalten. “

Bei moderater Auslegung der Vorschriften und ohne Berücksichtigung der Seh,- und Hörgeschädigten ergeben sich
103 Barrieren
Bei genauer Auslegung würde sich eine wesentlich höhere Anzahl ergeben.

Die Behinderungen wurden in 3 Hauptkategorien und 12 Unterkategorien eingeteilt.
Die Hauptkategorien sind:

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Gemeindeentscheidung Schlag ins Gesicht für Behinderte.

Wir als IG SÖB Euerbach und alle Behinderte

 

 
bedauern zutiefst die einstimmige Ablehnung des Euerbacher Gemeinderates zu unserem Antrag zur Bestimmung eines Behindertenbeauftragten und die versagte Unterstützung bei der Erstellung eines Barriereatlases.

Wie der Vorsitzende Bürgermeister Arthur Arnold am 24.06.14 vor versammeltem Gemeinderat erläuterte, seien die Belange der Behinderten Mitbürger bereits bestens berücksichtigt. Zum einen tue die Gemeinde schon vieles und zum anderen gäbe es Organisationen im Ort, wie die Nachbarschaftshilfe, den VDK und die Kirchen die hier als Ansprechpartner fungieren könnten.
Wir sind der Meinung, dass die Gemeinde in der Vergangenheit bereits vieles umgesetzt hat, es trotz alledem einen festen Ansprechpartners bedarf, der auch bei Planungsprojekten mit einbezogen wird um Fehlplanungen wie zu steile Rampen oder wie im vergangen Jahr an der neu gebauten Treppe Seeweg / Am Taubenberg zu vermeiden. Dort endet der obere Gehweg ohne eine Möglichkeit barrierefrei auf die Fahrbahn zu gelangen.

Wir sind uns auch bewusst, dass nicht alle Barrieren beseitigt werden können, doch bei den Meisten ist dies ohne größeren Aufwand möglich und erhöht somit unter anderem die Sicherheit und die Attraktivität unserer Gemeinde, es bedarf hier nur des guten Willens.
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