Schlagwort-Archive: rollstuhlfahrer

Offener Brief an die Gemeinde Euerbach

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Arnold,

mit großer Freude konnte ich der letzten Ausgabe von
„Euerbacher Nachrichten“  vom 16. März 2018 entnehmen,
dass mein Antrag vom 02. März auf Schaffung zweier barrierefreier Bushaltestellen im OT Euerbach, bereits am 20. März im Gemeinderat behandelt wird.

Wie Sie sich denken können würde ich sehr gerne der Entscheidung der Gemeinderates bei wohnen.

Barriere Sitzungssaal
Barriere zum Sitzungssaal von Euerbach


Doch leider ist dies mir als Rollstuhlfahrer nicht möglich, da wie bekannt
3 Stufen zum Sitzungssaal es mir nicht ermöglichen der Veranstaltung beizuwohnen.

Bürgermeister Arnold - Gemeinde Euerbach (Quelle: www.euerbach.de)
Bürgermeister Arnold – Gemeinde Euerbach (Quelle: www.euerbach.de)

Seit nunmehr fast 5 Jahren kämpfe ich unter ihrer Regentschaft vergebens um einen barrierefreien Zugang gemäß der
UN-Behindertenrechtskonvention.

Kontakt:
 über Telefon 09726/9155-23
 über Fax        09726/9155-523
 oder per E-Mail: arnold@euerbach.de

 

Wie Ihnen von einem der größten und ältesten Sozialverbände Deutschlands, dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.  und weiteren externen Medien bereits schriftlich bestätigt wurde, stellt Ihr Verhalten eine ganz klare Diskriminierung von Menschen mit Behinderung dar.
Selbst die Intervention aus dem Bayerischen Ministerium für Arbeits und Soziales, Familie und Integration, durch deren
Staatssekretär Herrn Hintersberger
um nochmalige, „wohlwollende Prüfung der Anträge vom 24.09.2014 und 20.07.2017“ wurden von Ihnen ignoriert.

Stellt sich nun die große Frage wie lang Sie diesen für die
Gemeinde Euerbach außerordentlich peinlichen Zustand noch weiter führen möchten?

Mit barrierefreien Grüßen

Norbert Sandmann
Von-Steinau-Str.8
97502 Euerbach

Phone: +49(0)9726 90 68 926
Fax    : +49(0)9726 90 70 830

Mail   : norbert@sandmann-hn.de
WEB : http://handicap-na-und.de
http://euerbach-quer.de
Ansprechpartner für Fragen zur
Behinderung und Barrierefreiheit

Logo von handicap-na-und.de

Bundesverband

Fachteam Barrierefreies Bauen
http://www.barrierefreifueralle.de

Vorstandsmitglied im Beirat der Stadt Schweinfurt für Menschen mit Behinderung.
http://schweinfurt.de/behindertenbeirat

Verwunderliche Aussagen und Argumentationen zu Hotspots und Barrierefreiheit.

Offene Fragen zu Hotspots und Barrierefreiheit, zum Artikel     „Keine öffentlichen Hotspots in Euerbach“ vom 18.11.2016 in der Mainpost.


Es verwundert doch sehr, wenn hier Gemeindevertretern allen voran Bürgermeister Arnold, monatliche Kosten von 200 €uro für ein öffentliches WLAN mit Hotspots zu viel sind, wenn andererseits mit vollen Händen öffentliche Gelder verprasst werden.

Symbolbild: Gemeinderatssitzung in Euerbach
Symbolbild: Gemeinderatssitzung in Euerbach

Man denke nur an das Dilemma mit den Defibrillatoren
die zu einem Stückpreis von € 5000 angeschafft wurden, während hierfür geeignete, ein Preis von 800 – 1000 €uro haben.

Defibrillator
Defibrillator für 5000 Euro

Oder an die Dorferneuerung von Obbach, als man den Bedarf von
Gehwegabsenkungen ignorierte. Nach Offenlegung in den Medien wurden dann fertige Gehwege teils
wieder abgerissen um die Absenkungen zu setzen.

Obbach fehlende Bordsteinabsenkung
Obbach fehlende Bordsteinabsenkung
Obbach: Nach Artikelveröffentlichung. Bordstein mit Absenkung. Augenommen am 07.08.2016.
Obbach: Nach Artikelveröffentlichung. Bordstein mit Absenkung. Augenommen am 07.08.2016.

 

Als absolut ungehörig und unannehmbar sind Aussagen, das aufgrund der Hotspots, die falschen Leute, Jugendliche dann um das Alte Rathaus herum sitzen würden.

Geht man jetzt auch gegenüber unserer Jugend den Weg der
Ausgrenzung?
Langt es nicht das bereits Alte und Behinderte von öffentlichen Veranstaltungen und Informationen faktisch ausgeschlossen werden?
Der Beschluss den barrierefreien Internetauftritt auf unbestimmte Zeit hinten an zu stellen entsprach der bisherigen Praxis zum Thema Barrierefreiheit und verwundert daher in keiner Weise.
Wenn Herr A. Arnold vorträgt, das für die Vorlesefunktion, Texte besprochen werden müssen und der dafür nötige Zeitaufwand durch die Verwaltung nicht machbar sei, dann zeigt sich das Arnold mit falschen Argumenten arbeitet.
In meiner langjährigen Berufserfahrung als Programmierer habe ich eine solche Aussage noch nie gehört.

Das Vorlesen des geschriebenen Textes erfolgt per Software.
Hier muss kein einziger Text auf Band gesprochen werden!

Wenn Arnold weiter begründet, man könne den
Internetauftritt höchstens barrierearm gestalten, dann schließt er von vornherein wieder Teile der Menschen aus, was nach aktueller Rechtsprechung einer Diskriminierung gleich käme.

Die Gemeinde führt mit dem VdK-Barriereberater einen Dorfrundgang durch.

Ortsbegehung ohne die Öffentlichkeit? Sehr seltsam!

Auffallend sind die Berichte der Behindertenbeauftragten Gerstner und Bürgermeister Arnold, in den nur von Kleinigkeiten die Rede ist.

Was ist mit den Barrieren in Form von Granitpflaster entlang der
Hauptstr. und vor dem Rathaus.

Gehwege unbenutzbar
Kopfsteinpflaster gilt als nicht Barrierefrei

Hier müssen sich unsere Senioren mit ihren Rollatoren und Rollstuhlfahrer z. T. unter Schmerzen ihren Weg bahnen.

 

Euerbach Rathausplatz
Menschen mit Rollator oder Rollstuhl tun sich hier extrem schwer

Kein Ton von dem durch Rollstuhlfahrer nicht erreichbaren Sitzungssaal.

Inklusion
Veranstaltungsräume nur über Treppen erreichbar

 

Was ist mit den Veranstaltungsräumen im OT Euerbach, welche mit
Rollstuhl erreichbar sind von den kein einziger ein Behinderten-WC besitzt.

Kath. Pfarrheim Euerbach
Euerbach Kath. Pfarrheim: Veranstaltungsraum ohne Behindertentoilette
Sportheim Euerbach: Zugang für Rollstuhlfahrer über Hintereingang, leider ohne Behindertentoilette
Sportheim Euerbach: Zugang für Rollstuhlfahrer über Hintereingang, leider ohne Behindertentoilette

Nichts von der für Senioren und Behinderte verpatzten Dorferneuerung in Obbach.

Bushaltestelle nicht für alle erreichbar! 12% statt 6 %
Bushaltestelle nicht für alle erreichbar! 12% statt 6 %

 

 

  • Bei aller Diskussion um die Barrierefreiheit, ein bisschen Barrierefreiheit gibt es nicht.
  • Entweder Barrierefrei oder nicht Barrierefrei.
  • Grauzonen dazwischen existieren nicht.
  • Barrierefreiheit ist ein Win-Win-Projekt, es hilft allen gleichermaßen.
  • Es hilft der Bevölkerung und den Gemeinden.

Bessere Zusammenarbeit wünschenswert.

Langsam kommt Fahrt auf bei der Umsetzung der Barrierefreiheit in Euerbach.



Behindertentoiletten werden ausgewiesen,  im Veranstaltungskalender (wenn auch z.T. fehlerhaft, wo ist im Sportheim Euerbach ein Behinderten-WC?)

barrierefreiheit
Sehr delikate Speisen gibt es hier

wurden bei den Räumen die Zugänge und behindertengerechte Toiletten gekennzeichnet.
Nicht zuletzt durch stetiges anstoßen unseres
Mitstreiters Norbert Sandmann konnte in den vergangenen Jahren bei den Gemeinderäten die Sensibilisierung zum Thema Behinderung erreicht werden. Der wichtigste Punkt dabei ist die Sichtweite mit der man die Schwierigkeiten von Alten und Behinderten im täglichen öffentlichen Leben wahr nimmt, wenn Rollstuhlfahrer und Benutzer von Rollatoren, welche häufiger zu beobachten sind, sich über Kopfsteinpflaster abmühen müssen.
Leider wurden hier in der Vergangenheit maßgebliche Fehlplanungen umgesetzt, welche nicht nur den betreffenden Grundstücksbesitzern ein Dorn im Auge sind, sondern auch eine erschwerte Fortbewegung zur Folge haben. Als Beispiele seien hier genannt, die Hauptstraße

Fehlende Barrierefreiheit
Die Gehwege entlang der Hauptstraße sind für Rollis nicht benutzbar

beidseitig an den Grundstückseinfahrten mit dem für Rollatoren und Rollstühlen kaum zu überwindendem Granitkopfsteinpflaster oder der Rathausplatz in Euerbach mit dem selben Untergrund.

Kopfsteinpflaster gibt keine Barrierefreiheit
Menschen mit Rollator oder Rollstuhl tun sich hier extrem schwer
Keine Spur von Barrierefreiheit
Erschwerter Zugang für Behinderte zur örtlichen Apotheke

Hier wäre es ehrlich von den Verantwortlichen zu sagen „es wurden Fehler gemacht, wir ändern das zum Wohle aller!“.
Günstige Lösungsmöglichkeiten gäbe es, wie es die Stadt Schweinfurt im Bereich rund um den Schrotturm und dem Friederike-Schäfer-Heim getan hat. Hier wurden in des bestehende Kopfsteinpflaster Platten eingelassen, die ein erschütterungsfreies Fortkommen gewährleisten und somit die Lebensqualität der Anwohner und Besucher um ein vielfaches erhöhen.

Sehr gutes Beispiel für Barrierefreiheit
Beispiel gelungener Integration von barrierefreien Wegen. Gesehen in Schweinfurt-Altstadt Am Schrotturm

Als nächstes Projekt ist von der Stadtteil der Zürch in Planung.
Eine Kostenbeteiligung durch die Grundstücksbesitzer kann bei schlauer Vorgehensweise in Euerbach ausgeschlossen werden, da nicht ein Neubau, sonder nur eine Ausbesserungsmaßnahme nötig ist.
Um bei der Umsetzung und Vermeidung von gravierenden Planungsfehlern vorzubeugen sind Städte und Gemeinden gut beraten wenn sie sich ausschließlich an Planungsbüros mit entsprechender Qualifikation zur Barrierefreiheit wenden.
Insgesamt wäre eine bessere Zusammenarbeit der Gemeindevertreter und den Betroffenen wünschenswert um Fehlplanungen wie z.b. an der „Euerbacher Festscheune“ oder dem Wanderweg „Kulturachter“

Barrierefreiheit nicht für Gehbehinderte
Euerbacher Kulturstätte am Wanderweg Kulturachter für Alte und Behinderte nicht zugänglich

im Vorfeld zu vermeiden.

Im vergangenen Jahr nahm die politische Gemeinde den Punkt Barrierefreiheit in ihren Leitfaden auf. Um diese erfolgreich und glaubhaft umzusetzen sind die Verantwortlichen gut beraten Fachleute und Betroffene ins Boot zu holen, damit am Ende ein Erfolg mit entsprechender Außenwirkung und der Verbesserung von Lebensqualität für alle vorzuweisen ist.

Wie zu erwarten zeigen sich Euerbach (er) Räte wieder einmal als behindertenunfreundlich.

Behindertenunfreundlich

 

 
In der Gemeinderatssitzung vom 25.11.2014 wurde unsere Anträge vom 24.09. auf Zugänglichkeitsmachung zu den Gemeinderatssitzungen und 30.10. auf barrierefreie Umgestaltung des Rathausplatzes abgelehnt.

Der Antrag Ratssitzungen lautete wie folgt:

„hiermit fordere ich die Gemeinde Euerbach dazu auf geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um allen Bürgern die Teilhabe an den öffentlichen Gemeinderatssitzungen zu ermöglichen.

Begründung:
Der Sitzungssaal des Euerbacher Rathauses ist nur durch das Überwinden dreier Stufen betretbar. Diese Stufen stellen jedoch für Menschen im Rollstuhl ein unüberwindbares Hindernis dar, so dass diese Menschen faktisch von den öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats ausgeschlossen sind. Somit sind die in Art. 52 Abs.4 BayGO (bayr. Gemeindeordnung) genannten Voraussetzungen bzgl. der Zugänglichkeit öffentlicher Gemeinderatssitzungen nicht erfüllt. Ferner liegt hier eine Benachteiligung behinderter Menschen im Sinne des Art. 9 BayBGG (bayr. Behindertengleichstellungsgesetz) vor, welche aus der offensichtlichen Missachtung der Erfordernisse des Art. 10 Abs. 1 Satz 1 BayBGG (Gebot der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude) resultiert.“

Aus diesem Antrag ergeben sich 2 mögliche Szenarien.

1. Umbau (Rampe, Hebeaufzug)
2. Verlegung der Sitzungen an einen barrierefrei zugänglichen Ort ( z.B. Schule etc.)
Wie zu erwarten zeigen sich Euerbach (er) Räte wieder einmal als behindertenunfreundlich. weiterlesen

Discounter Netto zeigt sich Behindertenfreundlich

Netto Marken-Discount: Fußgängerrampe wurde abgesenkt

 

 
Wieder einmal zeigt sich Netto Marken-Discount behindertenfreundlich.

Wie von uns gewünscht wurde auf unkomplizierter Weise der Zugang von der Hauptstr / B303 zum Netto-Parkplatz abgesenkt.
So ist er neben unseren älteren Mitbürger nun auch für Rollstuhlfahrer nutzbar.

Die SÖB-Euerbach sagt im Namen aller Bürger DANKE.

10.07.2014

Behindertenparkplatz verlegt

Nach Gesprächen mit den Verantwortlichen der Nettozentrale wurde in dieser Woche der hintere Behindertenparkplatz nach vorne in den Eingangsbereich verlegt.
Die Planung zur Absenkung des von uns beanstandeten Bordsteins im Bereich der Fußgängerrampe befindet sich derzeit noch in Bearbeitung.

28.05.2014

Behindertengerechter Zugang und Behindertenparkplätze Netto-Filiale Euerbach

Netto Marken-Discount AG & Co. KG
Kundenservice
Industriepark Ponholz 1
93142 Maxhütte-Haidhof

Sehr geehrte Damen und Herrn,

am Standort der Filiale Euerbach, Oberwerrner Weg 42, 97502 Euerbach ergeben sich nachfolgende Schwierigkeiten für außergewöhnlich Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer.

Zum Einen wurde der Fußweg von der B303 zum Netto-Parkplatz vorbildlich ohne Stufen angelegt und inzwischen mit einem Handlauf ausgestattet, doch leider ist der Zugang auf den Parkplatz nur über eine nicht abgesenkte Bordsteinkante möglich, was für Rollstuhlfahrer eine nicht unerhebliche Barriere darstellt. Zum Anderen befindet sich der 2. Behindertenparkplatz zu weit vom Haupteingang entfernt. Unser Vorschlag währe diesen direkt neben den Ersten an der Zufahrt zu verlegen.

Beide Änderungen sollten mit relativ geringem Aufwand zu bewerkstelligen sein und würde einen großen Beitrag zur Barrierefreiheit bedeuten.

Gemeindeentscheidung Schlag ins Gesicht für Behinderte.

Wir als IG SÖB Euerbach und alle Behinderte

 

 
bedauern zutiefst die einstimmige Ablehnung des Euerbacher Gemeinderates zu unserem Antrag zur Bestimmung eines Behindertenbeauftragten und die versagte Unterstützung bei der Erstellung eines Barriereatlases.

Wie der Vorsitzende Bürgermeister Arthur Arnold am 24.06.14 vor versammeltem Gemeinderat erläuterte, seien die Belange der Behinderten Mitbürger bereits bestens berücksichtigt. Zum einen tue die Gemeinde schon vieles und zum anderen gäbe es Organisationen im Ort, wie die Nachbarschaftshilfe, den VDK und die Kirchen die hier als Ansprechpartner fungieren könnten.
Wir sind der Meinung, dass die Gemeinde in der Vergangenheit bereits vieles umgesetzt hat, es trotz alledem einen festen Ansprechpartners bedarf, der auch bei Planungsprojekten mit einbezogen wird um Fehlplanungen wie zu steile Rampen oder wie im vergangen Jahr an der neu gebauten Treppe Seeweg / Am Taubenberg zu vermeiden. Dort endet der obere Gehweg ohne eine Möglichkeit barrierefrei auf die Fahrbahn zu gelangen.

Wir sind uns auch bewusst, dass nicht alle Barrieren beseitigt werden können, doch bei den Meisten ist dies ohne größeren Aufwand möglich und erhöht somit unter anderem die Sicherheit und die Attraktivität unserer Gemeinde, es bedarf hier nur des guten Willens.
Gemeindeentscheidung Schlag ins Gesicht für Behinderte. weiterlesen